So wird gerechnet
Jeder Pomodoro kostet seine Fokuszeit plus die Pause danach, außer der letzte. Die Pause nach deinem letzten Block liegt außerhalb des Arbeitstags. Würde man sie mitzählen, ginge dir ein Block verloren, für den du eigentlich Zeit hast. Der Rechner zählt deshalb nur Pausen, die zwischen zwei Blöcken liegen.
Lange Pausen kommen nach jedem vierten Block, so wie in der ursprünglichen Technik. Änderst du diese Zahl, verschieben sich die Summen: Längere Zyklen bis zur langen Pause bringen etwas mehr Fokus im selben Zeitfenster unter, kosten aber Erholung.
Warum du das Maximum nicht erreichst
Fünfzehn Pomodoros am Tag sind eine theoretische Obergrenze ohne Meetings, ohne E-Mails, ohne Unterbrechungen und ohne Konzentrationstief nach dem Mittagessen. In der Praxis landen die meisten, die ehrlich mitzählen, an einem guten Tag zwischen vier und zehn Blöcken.
Das ist kein Versagen. Vier geschützte, wirklich konzentrierte Blöcke schlagen acht halbherzige, und die Zahl, die du jeden Tag schaffst, zählt viel mehr als die, die du einmal schaffst.
Was du mit der Zahl anfängst
Plan rückwärts statt vorwärts. Wenn eine Aufgabe ungefähr drei Pomodoros braucht und dein Nachmittag nur vier fasst, weißt du schon vorher, ob der Tag realistisch ist. Genau diese Information fehlt meistens, wenn ein Plan um 16 Uhr still zusammenbricht.
Außerdem macht sie die Kosten einer Unterbrechung sichtbar. Ein ungeplantes Meeting kostet nicht 30 Minuten, sondern den Block, in dem es landet, plus die Zeit, die deine Aufmerksamkeit danach braucht, um wieder in die Arbeit zu finden.