Länger ist nicht automatisch besser
Anspruchsvolle Arbeit hat Anlaufkosten. Die ersten fünf bis zehn Minuten eines Blocks gehen dafür drauf, das Problem wieder in den Kopf zu laden. Ein 90-Minuten-Block bringt dir deshalb nicht das Dreifache eines 25-Minuten-Blocks, sondern einen Anlauf statt drei.
Das lohnt sich aber nur, wenn du 90 Minuten wirklich halten kannst. Driftest du nach 40 Minuten ab, bringt dir ein langer Block 40 Minuten Arbeit und 50 Minuten schlechtes Gewissen. Das richtige Intervall ist das längste, das du konzentriert zu Ende bringst, nicht das, das du am meisten bewunderst.
Unterbrechungen verkürzen die richtige Antwort
Wenn du Bereitschaft hast, im Support arbeitest oder an deinem Platz ständig jemand vorbeikommt, werden lange Blöcke von außen zerbrochen, und jedes Mal zahlst du die Anlaufzeit neu. Kürzere Blöcke sind robuster: Eine Unterbrechung landet öfter zwischen zwei Blöcken als mittendrin.
Dasselbe gilt für ein lautes Zuhause. Wähl den Block passend zur längsten Strecke, die du realistisch verteidigen kannst, nicht zu der, die du gern hättest.
Ein Experiment, keine Identität
Nimm ein Intervall und zieh es eine Woche durch, inklusive Pausen, denn genau die lassen die meisten weg. Achte dann auf zwei Dinge: Wie oft hast du einen Block ohne Abdriften beendet, und wie ging es dir am Ende des Tages? Häufiges Abdriften heißt meistens: zu lang. Jeden Block geschafft und abends noch Energie übrig: Du kannst länger.
Die meisten landen irgendwo zwischen den berühmten Zahlen. 40/10 und 60/15 sind völlig gute Intervalle, über die nur niemand ein Buch geschrieben hat.